Marktplatz der Berufe | RC Hannover Eilenriede

AZUBI Projekt

Initiierender Club: RC Hannover Eilenriede
Distrikt: 1800

Titel des Berufsdienstprojekts: Marktplatz der Berufe
Projektstatus: Unser Projekt läuft/ist gelaufen

Zielgruppe: Wer ist Adressat des Projekts?: 

  • Auf dem Marktplatz der Berufe werden Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse für sie erreichbare Berufsbilder außerhalb der Modeberufe vorgestellt.
  • Das Projekt findet seit 2011 einmal jährlich an der IGS Vahrenheide/Sahlkamp statt. Die Schule wurde aufgrund ihres Sozialindexes in das Startchancen-Programm des Landes Niedersachsen aufgenommen.
  • Familien haben einen großen Einfluss auf die Berufswahl der Jugendlichen. Aufgrund mangelnder Berufsbiographien der Eltern fehlt vielen Jugendlichen Unterstützung bei der Berufswahl.
  • Die Nachwuchsrekrutierung der Unternehmen gestaltet sich zunehmend schwierig. Dies potenziert sich für Berufsbilder, die nur wenig bekannt sind. Durch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen aus der Umgebung der Schule kann eine Win-Win-Situation entstehen.
  • Gleichzeitig erhalten die Lehrkräfte fundierte und praxisnahe Einblicke in das duale Ausbildungssystem und bauen ihre Beratungskompetenzen aus.
  • In die Organisation werden die Schülerinnen und Schüler eingebunden, z.B. plant und organisiert der Wahlpflichtkurs Hauswirtschaft das Catering während der halbtägigen Veranstaltung.
  • Aufgrund der fehlenden Berufsbiografien in vielen Familien waren 2025 erstmalig Erziehungsberechtigte zum Markplatz der Berufe eingeladen. Sie sind wichtige Multiplikatoren für die Schülerinnen und Schüler und sollen in den Prozess der Berufswahl integriert werden.

Bedürfnis: Vor welcher Herausforderung steht die Zielgruppe?:

Die Schülerschaft der IGS Vahrenheide/Sahlkamp hat folgenden Hintergrund:

  • Elternhäuser, die sehr einkommensschwach sind bzw. von Transferleistungen leben (keine Erwerbsbiografien / Kinderarmut) – bis zu 60% einer Klasse
  • geringer Stellenwert von Bildung im familiären Umfeld (fehlende Unterstützung)
  • ungesunde Ernährung, fehlende Bewegung und Körperhygiene
  • unsichere Bindungserfahrungen, fehlenden Strukturen, Gewalterfahrung
  • passive Freizeitgestaltung (hoher Medienkonsum, …)
  • nicht gesehene oder geförderte/entwickelte Potentialen (Musik, Sport, Lesen, …)
  • negative schulische Vorerfahrungen und negative Selbstkonzepte
  • wenig ausgeprägte schul- u. gesellschaftsadäquate Sozialkompetenzen
  • wenig ausgeprägte Arbeitskompetenzen (Struktur, Konzentration, Selbstorganisation, Anstrengungsbereitschaft)
  • lernschwache Schüler*innen (auf schwachem Hauptschulniveau)
  • Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen (17 %) oder im Bereich Sozial-Emotionale-Entwicklung (4 %)
  • Sprachlernschüler*innen und Kindern mit Flucht- und Kriegserfahrung
  • Schüler*innen aus nicht deutschsprachigen Elternhäusern (70 %)

 

Agebot: Wir bieten der Zielgruppe hinsichtlich ihrer Probleme … um zu erreichen dass …:

An einem Vormittag werden dem 9. Jahrgang 7-8 Berufsbilder von Auszubildenden vorgestellt. Feste Gruppen mit ca. 10 -12 Jugendlichen (in Begleitung der Lehrkräfte) lernen im Rotationsverfahren in jeweils 25 Minuten (Präsentation, Mitmachaktion und Schülerfragen) die Berufsbilder kennen. Durch das Rotationsverfahren wird eine geschlechterspezifische Vorauswahl vermieden und Berufsbildern eine Chance gegeben, die weniger oder gar nicht bekannt sind. Durch die praktischen Mitmachaktionen und die Gespräche mit den Auszubildenden wird ein umfassendes Bild der verschiedenen Berufe vermittelt. Die Vorstellung durch die Auszubildenden erlaubt einen Dialog auf Augenhöhe und verringert Hürden zum Fragenstellen. Die Unternehmen kommen aus der Umgebung (erreichbar mit dem Öffentlichem Nahverkehr) und bilden selbst aus.
Schülerinnen und Schüler sowie Unternehmen profitieren gleichermaßen. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber und Unternehmen finden erstmalig zusammen. Dabei wird Aufklärungsarbeit geleistet, werden Hemmschwellen abgebaut, Kontakte geknüpft und Informationen vermittelt.
Die Auswahl der Berufe berücksichtigt die voraussichtlich zu erreichenden Schulabschlüsse. In den vergangenen Jahren waren dies u.a. folgende Berufe: Pflegefachfrau/-mann, Chemikant/in, Koch/Köchin, Kaufmann/-frau für Systemgastronomie, Schornsteinfeger/in, Landschaftsgärtner/in, Maschinen- und Anlagenführer/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Bäcker/in, Zugverkehrssteuerer/in, Mechatroniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Fluggerätemechaniker/in, Gebäudereiniger/in.
Die Jugendlichen bereiten sich auf den Tag vor und sammeln Fragen zu den Berufen. Der Markplatz ist fester Bestandteil des Berufsorientierungskonzepts der Schule. Um den Markplatz der Berufe den Bedürfnissen stetig anzupassen, erfolgt nach jedem Projekttag ein Feedback durch die Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse fließen, falls notwendig, in die Planung des nächsten Marktplatzes der Berufe ein.

Öffentlichkeitsarbeit – Marketing: Die Zielgruppe wurde adressiert durch…:

…die Zusammenarbeit mit der Stadtteilschule IGS Vahrenheide/Sahlkamp (https://www.igsvs.de).

Der Markplatz der Berufe ist ein fester Bestandteil des Berufsorientierungskonzepts der IGS Vahrenheide/Sahlkamp. Der Prozess der beruflichen Orientierung wird mit den Eindrücken und den Kontakten, die gewonnen wurden, durch die Lehrkräfte weiter begleitet. Neben weiteren Maßnahmen folgt z.B. in der 10. Klasse das Bewerbungsprojekt, bei dem Schülerinnen und Schüler mit ihren Bewerbungsunterlagen an einem simulierten Bewerbungsgespräch durch Unternehmensvertreter, die teilw. am Marktplatz der Berufe präsent waren, teilnehmen.

Schlüsselpersonen: Wen benötigt man personell und mit welchen Qualifikationen und Eigenschaften um das Angebot durchführen zu können?:

  • Für den Marktplatz der Berufe benötigt man eine zu fördernde Schule mit Schülern eines 9. Jahrgangs.
  • Die Lehrkraft für Berufsorientierung als Ansprechpartner für die Planung und Durchführung.
  • Am Durchführungstag 7-8 Lehrkräfte, die die Kleingruppen begleiten.
  • 7-8 Beteiligte Unternehmen mit Ihren Auszubildenden.
  • Eine Projektkoordinatorin. Diese arbeitet beim BNW (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH) und ist für die Unternehmenskontakte und die Abstimmung mit der Schule zuständig. Sie plant, koordiniert und organisiert die gesamte Veranstaltung im Detail. Durch die vielen Beteiligten ist sie als zentrale Ansprechperson von zentraler Bedeutung.
  • Freund oder Freundin im Berufsdienst vom Rotary Club begrüßt und verabschiedet vor Ort und steht während der Vorbereitung mit der Projektkoordinatorin im Austausch, um Entscheidungen/Anpassungen nach innen und außen abzustimmen.

Zwei Aspekte sind wichtig:

  1. Der Marktplatz sollte mit Auszubildenden durchgeführt werden. Diese können auf Augenhöhe kommunizieren und die Berufsbilder in einer für die Schülerinnen und Schüler verständlichen Form glaubwürdig vermitteln. Weiterhin schult es die Auszubildenden, indem sie sich, ihren Werdegang und ihr Unternehmen präsentieren.
  2. Es ist wichtig, dass die Berufspräsentation mit praktischen Beispielen für die Tätigkeit in einem Berufsbild vermittelt wird. Hier reichen schon simple Dinge, wie z.B. Serviettenfalten oder Pakete packen, zur praktischen Veranschaulichung des Berufsbildes für die Jugendlichen

 

Kostenstruktur: Kostenvolumen Einnahmen durch…. Ausgaben durch …. evtl. Spenden generiert durch …:

Die Kosten für die Planung, Organisation, Vorbereitung und Durchführung (einschließlich Catering am Veranstaltungstag für die Beteiligten) betragen ca. 3.200 Euro pro Jahr. Dieser Kostenrahmen ist aufgrund der langjährigen Durchführung und Weiterentwicklung des Projekts mit den gleichen Partnern möglich.

Die Unternehmen nehmen ohne Aufwandsentschädigung teil. Zusätzliche Raumkosten fallen wegen der Durchführung in der Schule nicht an.

Die Kosten werden aus den Spenden des Clubs getragen.

Veranstaltungsort: Schule am Ausbildungsstandort selbst Lernen am anderen Ort (in einem spezifischen Projektraum z.B. Co-Working-Space …):

Der Veranstaltungsort sind die Klassenräume der IGS Vahrenheide/Sahlkamp sowie die Aula und der Schulhof.

Zu Beginn der Veranstaltung gibt es eine gemeinsame Begrüßung und Einstimmung auf den Tag durch einen Vertreter des Rotary Clubs Eilenriede. Zum Abschluss kommen alle zusammen, um einen gemeinsamen Ausblick auf die berufliche Zukunft zu machen. Die Vorstellungen der Berufe finden in den Klassenräumen, Fachräumen (z.B. Chemikant/in) oder auch auf dem Schulhof (z.B. Gartenbauer/in) statt.

Zeitaufwand: Vorbereitung Durchführung Nachbereitung:

Die Planung startet ca. ein halbes Jahr vor der Durchführung mit der Terminabsprache und Zusammenstellung der teilnehmenden Unternehmen (Emails, Teams-Meetings, etc.). Sie erfordert einen regelmäßigen Kontakt zur Klärung aller inhaltlichen und organisatorischen Fragen.

Die Durchführung ist ein Schulvormittag von ca. 7:30 Uhr bis 14:00 Uhr. Für die Vor- und Nachbereitung der Schülerinnen und Schüler wird ca. ein halber Vormittag benötigt.

Teilnehmerzahl:

ca. 90 bis 110 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang, insg. ca 1.400 Schülerinnen und Schüler bisher

Evtl. Zusammenfassung Bewertungsergebnisse der Teilnehmer:

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